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Fluch des Bannfluchs

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Demonstration syrischer Geflüchteter in Frankfurt. Die syrische Zivilgesellschaft wünscht sich Freiheit und Frieden in ihrer Heimat

Foto: Ralph Peters/Imago Images

Wer Wasser in den Wein gießt, tut Unwiderrufliches, macht ihn aber nicht ungenießbar. Wer Beziehungen zwischen Staaten abbricht, hat sie nicht auf alle Zeit zerstört, sondern kann sie irgendwann wieder aufnehmen. Wann wird sich Deutschland gegenüber Syrien dazu aufraffen? Vorerst wohl nicht. Zu gründlich wurde im vergangenen Jahrzehnt die politische Norm ignoriert, zwischen einem Staat und dessen Regierung zu unterscheiden. Zu verwegen die Hoffnung, das System Assad werde fallen und gegen eine dem Westen genehme Ordnung ersetzt. Zu verstiegen die Erwartung, dies lasse sich durch den Entzug diplomatischer Kontakte besc…

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