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Richtig falsch, Adorno

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Der Witz ist, dass sich Romeo und Julia in Adornos Überlegung durchaus spiegeln

Foto: picture-alliance/akg-alliance

Es gibt kein richtiges Leben im falschen – als ob er für sich allein stünde, wird Theodor W. Adornos Satz zitiert. So aus dem Kontext gerissen, fehlt ihm jede Plausibilität. Lebten Romeo und Julia etwa nicht in der falschen Gesellschaft? Und lebten sie etwa nicht richtig?

Doch der Satz beschließt einen Gedankengang, der sich so schnell nicht abweisen lässt. Er fasst eine Paradoxie zusammen, die Adorno für unauflösbar hält: Privateigentum sei einerseits „rechtlos“ geworden, weil alles im Überfluss vorhanden sei und nur gerecht verteilt zu werden brauchte; andererseits würde man dem Eigentumsfetisch gerade dann erliegen, wenn man nicht wenigstens ein bisschen Private…

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