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Die Vorrats-Tannen

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Um meine tägliche To-do-Liste abzuarbeiten, müsste der Tag 72 Stunden haben

Foto: imago/Arnulf Hettrich

Ich stehe am Fenster, um die Resonanzachsen in mir zu erspüren, mal zu gucken, wie’s um meine aktuelle Weltbeziehung steht, denn die ist maßgeblich für ein gutes Leben. Das sagt der Soziologe Hartmut Rosa. In seinem Schwarzwalddorf tritt er seit vielen Jahren abends ans Fenster, um über den Tag nachzudenken. Dabei hat er festgestellt, dass es verschiedene Arten des In-der-Welt-Seins gibt.

Nach einem guten Tag hat er die sinnlich-körperliche Erfahrung, die Welt draußen antworte ihm, die Pflanzen, die Nachbarn, die Tiere, der Wald und sogar die Berge in der Ferne. Er nennt es: Resonanz. Wenn er dagegen einen Tag in den Sand gesetzt hat, hat ihm die Welt nichts zu sagen, das Verh…

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