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1927: Gott kommt zu spät

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„Mit geballter Faust kannst du niemandem die Hand geben.“ (Indira Gandhi)

Foto[M]: IStock

Es regnet hinein in Straßen, Häuser und Menschen. Der Himmel will der Stadt kein Dach sein. Wer so unbehaust das bessere Leben sucht, mutet sich viel zu. Zu viel womöglich. Der muss lernen, nur bei sich Halt zu finden, denn unter einem unzuverlässigen Himmel ist das Verrecken ein Leichtes. Selbst wenn es damit nur schleppend vorangeht, bleibt es über jeden Zweifel erhaben wie die wässrige Suppe, die man schlürft, als hätte der Teller ein Loch. Wem bei Abortgerüchen der Appetit vergeht, hat schon gegessen oder braucht nichts mehr.

Berlin in den 1920er Jahren, es muss als dummer und verschrobener Gott auf die Erde herabgestiegen sein, wer wie Franz Biberkopf in Alfred Döblins Roman Berlin Ale…

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