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Der Preis ist die Freiheit

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Illustration: der Freitag

Es sollte mir leichtfallen, diesen einfachen Satz zu sagen: Ich bin Feminist. Es müsste angesichts meines beruflichen Engagements und meines privaten Interesses eine Selbstverständlichkeit sein, mich so zu bezeichnen. Aber so einfach ist das nicht.

Vermutlich, weil ich lange mit dem Begriff gerungen habe. Zunächst begegnete er mir als irritierte Unterstellung: Ob ich „Feminist oder so etwas“ sei, wenn ich mich weigerte, in sexistische Witze reinzulachen und nachdrücklich Bücher von Autorinnen empfahl. Ziemlich bitter, wie wenig dafür nötig war.

Später betrachtete ich den Begriff als unerfüllbare Anforderung. Denn Feminismus kann immer noch komplexer gedacht werden und stellt dabei die Machtfrage so konsequent, dass er auch vor den eigenen Privilegien ni…

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