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Wer geht, kommt nicht wieder

Zugegeben, der Haager Weltgerichtshof (ICC) verfügte in Afrika noch nie über eine begeisterte Lobby, doch gab es eine Gruppe von Staaten, die sich der Einsicht nicht verschließen wollten, dass Rechtspflege notfalls nationale Grenzen sprengen muss. Besonders dann, wenn es Kapitalverbrechen wie Völkermord, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Aggressionen gegen Staaten wie Völker zu sühnen gilt. Immerhin wurde in 34 Ländern dieses Kontinents das Rom-Statut – die 1998 ausgehandelte Magna Charta des ICC – anerkannt, in der Regel ratifiziert und zu bindendem Recht erklärt, während 20 afrikanische Länder von Anfang an kategorisch auf Distanz gingen.

Die Skeptiker und Gegner erhalten nun Zulauf. Gambia und Burundi wollen ausscheren und berufen sich nicht zuletzt auf Südafri…

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