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Das Ende des Grand Cru

Die Böden um das Dorf Saint-Émilion sind Gold wert. Niemand würde an diesem Ort auf die Idee kommen, solch banale Kost wie Kartoffeln oder Mais anzubauen. Jeder Quadratmeter ist mit Weinreben bepflanzt, die sich in langen Reihen durch die hüglige Landschaft ziehen. An einem viel zu warmen Herbsttag, kurz nach Ernte der letzten Trauben, spaziert Remi Couppé in Gummistiefeln über sein Château „Clos Cormey“ – ein sechs Hektar großes Terrain. Von hier aus kann man die Turmspitze der Monolithischen Kirche Saint-Émilion erahnen – Weltkulturerbe wie die Weinfelder auch. Die rot und gelb angelaufenen Blätter von Couppés Reben leuchten in der Morgensonne, einige vergessene Trauben hängen noch und schmecken süßlich, andere faulen schon. Der Weinbauer deutet gen Osten: „Dort hinten ist das Château A…

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