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In Goethes Sümpfen

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Ging das Unheil vom Klimawandel aus?

Foto: Imago/Panthermedie

Die Urbarmachung der Pontinischen Sümpfe war ein alter Menschheitstraum. Caesar und Napoleon scheiterten daran, und auch Goethe wusste bei seinem Besuch 1787 keinen Rat, ließ sich aber vermutlich hier zu einer Szene in Faust II anregen: „Ein Sumpf zieht am Gebirge hin / verpestet alles schon Errungene / den faulen Pfuhl auch abzuziehn / das Letzte wär das Höchsterrungene ...“ Noch um 1900 war der südlich von Rom gelegene Landstrich entvölkert und dank der tropischen Anopheles-Mücke mit Malaria verseucht.

Erst Mussolini legte die Pontinischen Sümpfe ab 1930 nach den Plänen des preußischen Offiziers Fedor Maria von Donat trocken. Er ließ sich mit Schaufel und nacktem Oberkörper fotografieren, als „cittá nuove“ bezeichnet…

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