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Netflix für Theater

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Sebastian Hartmanns Inszenierung von Thomas Manns „Zauberberg“ will ein eigenes digitales Kunstwerk sein

Foto: Arno Declair/Deutsches Theater Berlin

Bei seiner Inszenierung von Dostojewskis Dämonen an der Berliner Volksbühne steckte Regisseur Frank Castorf einst das Ensemble in einen Bungalow und verdonnerte das Publikum dazu, das Geschehen über weite Strecken per Videoübertragung zu verfolgen – und aufgebrachte Kritiker schrieben von einer „Bankrotterklärung an das Theater“.

Ja, so verstört nahm man im Jahr 1999 die Infragestellung traditioneller Sehgewohnheiten im Theater wahr. Niemand konnte ahnen, dass die Theater 20 Jahre später, im Würgegriff einer Pandemie, die Morgenluft der digitalen Möglichkeiten zu schnuppern haben und sich in den Goldrausch eines bisher unbekannten Th…

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