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Es kommt kein Trost

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Wird Jungbauer Rott (Andreas Döhler, vorn) sich aus seinen Zwängen befreien?

Foto: Matthias Horn

Im ersten Bild ist schon das ganze Werk des Regisseurs enthalten. Ein riesiger Quader rotiert auf der dunklen Bühne, schiebt sich durch dichten Nebel, angetrieben von einer verborgenen Mechanik. Es dröhnt düster, unheilschwanger, unheilig. Und dann: ein Schrei! Alt-Rott, ein betagter Bauer, lehnt an der Steinwand, hält die Arme ausgebreitet wie Christus. Aber er schreit nicht gen Himmel, brüllt nur vor Schmerzen. Ein Bader lässt ihm gerade das Wasser aus dem Bauch.

Der Mensch, wie er hier auftritt, ist den Mechaniken der Welt nicht gewachsen. Er findet in sich keine Kraft, den Mächten zu begegnen, die ihn bestimmen; er windet sich nur durch sein Leben hindurch, bis es endet. Bei Alt-R…

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