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„Die Leute haben jetzt Angst vor mir“

Als Kind kletterte Phyllis Omido am liebsten auf Bäume. Auf dem Land im Westen Kenias, wo sie in einem traditionellen Dorf aufwuchs, spielte sie unbeschwert in der Natur, aß Früchte von den Ästen, trank Wasser aus dem Fluss. Die einzige Sorge ihrer Großmutter sei es gewesen, dass sie von einer Biene gestochen werden könnte, erzählt Phyllis Omido viele Jahre später, als sie auf einer großen Bühne in San Francisco steht.

Scheinwerfer, Kameras, hunderte Zuschauer blicken sie an. „Heute dagegen gibt es Menschen, die um ihr Recht auf sauberes Wasser, auf klare Luft und auf Spielplätze ohne Gift betteln müssen“, ruft sie. In der Nacht zuvor hat sie auf dem Boden geschlafen, weil ihr das Hotelbett zu schick war.

An diesem Sommertag im Jahr 2015 erhält sie den Goldman Environmental Prize, eine Ar…

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