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Wums aus dem Osten

Nancy Böhning? Steht nich in der Liste. Kennick nich.“ So geht das schon mal los. Wer zur neuen SPD-Geschäftsführerin will, kommt am Empfang im Willy-Brandt-Haus, der Parteizentrale der Sozialdemokraten, nicht vorbei. Außerhalb des politischen Berlins und jenseits der SPD ist der Name der Soziologin und Sozialwissenschaftlerin anscheinend wenig präsent. Aber innerhalb der Partei gilt die Frau als eine Art Frischzellenkur. Böhning, das ist: jung, Frau, Osten, unverbraucht. Alles das, was die SPD für die selbstverordnete Erneuerung braucht.

Hört man sich in der Partei um, wird Lob ausgeschüttet: Fröhlich, aufgeschlossen, authentisch sei sie. Die hat Wums, sagt jemand, der namentlich nicht genannt werden will. „Der Martin“ habe gewusst, wen er sich da „einkaufe“, sagt Böhning über sich sel…

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