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Von der DDR lernen

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Dieter Kosslick (r.) nimmt 2019 den Hut. Die Nachfolge wird nicht gerade durch Fachleute bestimmt – zum Beispiel durch Monika Grütters (l.)

Foto: Odd Andersen/AFP/Getty Images

Im November 1976 geschah in der DDR etwas bis dahin Unerhörtes. Namhafte Kulturschaffende des Landes wandten sich mit einem offenen Brief gegen die von der Staatsführung beschlossene Ausbürgerung Wolf Biermanns. In der Auseinandersetzung mit den Künstlern sagte damals das als liberal geltende Politbüromitglied Werner Lamberz etwa zu Christa Wolf: „Sieh mal, das alles kann man debattieren, soll man debattieren. Aber ihr, die ihr im Volk wirklich bekannt seid und einen Namen habt, und manche von euch sind sehr populär, müsst natürlich auch wissen, wie man einen solchen Schritt macht wie den der Resolution.“

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