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Staat im Stadtstaat

Fünf Monate ist der außerordentliche Hafengeburtstag – pardon, der G20-Gipfel – in Hamburg her. Streng genommen haben sich jedoch zwei Gipfel ereignet: ein medial transportierter, den die meisten Bundesbürger per Internet und Fernsehen verfolgt haben, und ein „lokaler“ Gipfel, den ein Teil der Hamburger sowie Angereiste selbst vor Ort miterlebt haben. Beide Gipfel unterscheiden sich deutlich.

Durchgesetzt hat sich vorerst die Erzählung des Ersteren. Die wurde von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) gleich am Tag nach dem Gipfel vorgetragen: Die Polizei habe aufopferungsvoll den Schutz der G20-Delegationen und des Gipfelgeschehens gewährleistet, sei aber gegen den Hinterhalt linksextremer Chaoten, die den Stadtteil Sternschanze in Schutt gelegt hätten, machtlos gewesen. Gegen all diese Straf…

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