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Sonst will halt keiner

Katharina Falkenhagen steht am Ufer der Oder und blickt auf die andere Seite. Dort, in Polen, kampierten vor wenigen Monaten Tierschützer, die gegen die Tötung eines Wisents, eines europäischen Bisons, demonstrierten. „Im Rest von Deutschland denkt man, dass hier nur Leute wohnen würden, die wilde Tiere abschießen und Ausländer jagen“, sagt die 50-jährige Pfarrerin der brandenburgischen Stadt. Die Außenwelt interessiere sich immer nur für Lebus, wenn mal etwas schieflaufe. „Wenn alle auf einem rumhacken, wird natürlich der Lokalpatriotismus auf die Bühne gerufen.“

In diesem Herbst ist Lebus deutschlandweit bekannt geworden. Zuvor hatten nur wenige von der Stadt mit 3.146 Einwohnern nahe Frankfurt gehört. Nicht Frankfurt am Main, sondern an der Oder. Dort, wo das Handynetz ständig zwisch…

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