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Hilfe, sie sagt „ich“!

Verena Stefan, geboren 1947 in Bern, geht mit zwanzig nach Berlin. Die Schweiz findet sie rückständig, eng. Die Frauen haben damals nicht einmal das Wahlrecht. Sie wird Physiotherapeutin, kommt in Kontakt mit den 68ern, vor allem mit der Frauenbewegung und ihrem Kampf gegen den Abtreibungsparagrafen 218. 1974 klagt ihre Aktionsgruppe „Brot und Rosen“ fünf Frauenärzte wegen Missbrauchs und Vergewaltigung von Patientinnen an. Trotz Pille und sexueller Revolution ist die Frau nicht befreit und für viele Männer weiterhin nur Objekt. 1975 rechnet Stefan in ihrem Buch Häutungen mit der Rolle der Frau in der patriarchalen Gesellschaft ab. Hauptthema ist die Sexualität der Ich-Erzählerin.

Für die aufbegehrenden Frauen jener Jahre ist es ein Kultbuch, Auflage: 300.000. In den meisten Feuilletons…

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