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Brennendes Versagen

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Deutsche Rechtsstaatlichkeit: Ohne Druck von außen passiert nichts

Foto: Christian Ditsch/Imago

Es ist ein Satz, der für jeden, der sich mit dem Tod von Oury Jalloh beschäftigt hat, allgegenwärtig war. „Oury Jalloh, das war Mord!“ Er wurde auf Demonstrationen und Gedenkfeiern gerufen und war auf Transparenten zu lesen. Am 7. Januar 2005 verbrannte der Asylsuchende Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau. Er war an Händen und Füßen gefesselt. Jahrelang vertraten Polizei und Staatsanwaltschaft die These, er habe sich mit einem Feuerzeug, das bei der Leibesvisitation übersehen worden sei, selbst angezündet. Videoaufnahmen aus der Zelle verschwanden, eine der Fesseln hat der Hausmeister im Müll entsorgt.

Der erste Prozess vor dem Landgericht Dessau-Roßlau endete 2008 mit einem F…

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