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Aufbruch ins Ungefähre

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Am europäischen Wesen soll die Welt genesen? Vordenken sieht anders aus

Foto: Imago

Er hat seine Bestimmung gefunden – als Außenminister will Sigmar Gabriel die Große Koalition fortsetzen, um nicht nur geschäftsführend amtieren zu können. Diesen Eindruck gewinnt man bei der Lektüre der programmatischen Rede, die er Anfang Dezember vor dem Berliner Forum Außenpolitik gehalten hat.

Gabriel redet nicht wie ein Diplomat, sondern wie ein machtbewusster Stratege, der deutsche beziehungsweise europäische Interessen zur Richtschnur seiner Argumentation macht. Für einen Sozialdemokraten ungewöhnlich ist der Ansatz, nicht idealistische Vorstellungen von einer besseren Welt zur Maxime des Handelns zu machen, sondern von einer realistischen Sicht auszugehen.

Doppelter Paradigmenwechsel

Gabr…

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