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Ein Lied wie eine Kaffeefahrt

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Allegorie eines Weihnachtslieds Foto: Hulton Archive/Getty Images

Es war nicht einmal Dezember, als ich im Supermarktradio White Christmas hörte. Die Winterluft zog frisch aus dem Tiefkühlfach, und die Makkaroni, die einem Kunden aus einem offenen Paket gefallen sein mussten, knackten wie Neuschnee unter den Winterschuhen. Ich summte White Christmas auf dem Weg zur Kasse, verfluchte es auf dem Weg zum Auto und litt leise die darauffolgenden anderthalb Wochen.

Weihnachtslieder sind wie Kaffeefahrten. Sie konstruieren eine traumhafte Besinnlichkeit, bis sich das eigentliche Event als pure Stresssituation entpuppt. Elf Monate lang wünscht man sich weiße Weihnachten, stille Nächte und leise rieselnden Schnee. Aber dann hat man wieder nur Matsche auf der Fußmatte, vom Adventsmarkt ne…

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