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Zwiegespräche mit mir

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Wenn die dunklen Stunden überstanden sind, „werden wir vielleicht keinen Mut und Trost mehr brauchen“

Foto: Silver/Plainpicture

Abends, wenn die Nacht den Tag ablöst, werden kleine Kinder ins Bett gebracht, damit sie schlafen. Diese erlernte Gewohnheit kann schnell zur Qual werden, wenn die Ruhe nicht gefunden wird, weil der Schlaf nicht eintritt und die Gedanken kreisen. Dann öffnet sich ein Tor zur Seele, wodurch ein Blick auf Verdrängtes, Vergessenes und Wünsche möglich wird. Sich dem zu stellen, kann mitunter nicht weniger quälend sein, als der Versuch, endlich Ruhe zu finden.

„Wer nicht schlafen kann, ist einsam und abgeschieden von der gesamten Welt mit all ihren Menschen und Geschöpfen“, notierte der jugoslawische Schriftsteller Ivo Andrić zu einer seiner zahlreichen durch…

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