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Die Widersprüche

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Die Schriftstellerin Ricarda Huch – zeitlebens NS-Gegnerin – auf einer Gedenkbriefmarke anlässlich ihres 150. Geburtstages

Foto: Schöning/Imago Images

Was hätte ich getan, wenn ich, sagen wir, 40 Jahre früher geboren worden wäre, das habe ich mich schon als Kind gefragt. Wenn wir in der Schule, wirklich genauestens, über die Schrecken der NS-Zeit unterrichtet wurden. Wenn wir von mutigen Menschen erfuhren, die ihre Widerstandsleistung mit dem Leben bezahlten. Die höchste Wertigkeit hatten in der DDR Künstler, die aktiv am Kampf gegen den Faschismus teilgenommen hatten. Ihnen folgten jene aus dem antifaschistischen Exil. Diejenigen, die im Lande geblieben waren, in der inneren Emigration, wie man es nannte, traf ein Verdacht. Insofern bin ich Anatol Regnier dankbar für sein Buch.…

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