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Der Schmerz hört nie auf

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Derry ist die Stadt der Suizide. Junge Nordiren tragen an den Traumata der Eltern: Bomben, Gewalt, Schweigen. Viele springen in den Fluss. Wer hilft?

Foto: Jannis Keil

Am Ende ist es nur ein Trunkenbold, vielleicht 20, mit Jeans, Pullover und torkelndem Gang, der Derrys Menschenrettern auffällt. Über die Promenade am Foyle wankt er im Orange der Laternen. Die Beschützer mustern diese letzte Menschenseele am frühen Morgen: keiner, der sich dem Fluss nähert, zu weit hält er Abstand zum Kai. „Der hatte nur eine vergnügliche Nacht“, frotzelt Dustin*, knarzige Stimme, kurze Haare. Zu viel Guinness womöglich, gehoben in den Pubs der Altstadt von Derry, das offiziell Londonderry heißt.

Im Dutzend sind sie zuvor unterwegs gewesen, die Frauen und Männer von Foyle Search and Rescue. Zu Fuß…

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