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Religion ist privat, Islam ist politisch

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Gründerin Seyran Ateş versucht in ihrer Moschee, einen moderaten und liberalen Islam zu vermitteln

Foto: John MacDougall/AFP/Getty Images

Vor dem Freitagsgebet in Berlin-Moabit lässt der Muezzin mit leiser Stimme sein „Allahu akbar“ erklingen, Gott ist groß! Dann predigt ein Imam über Goethe und den West-Östlichen Diwan, schließlich kniet die Gemeinde auf kleinen Gebetsteppichen und neigt den Kopf Richtung Mekka, ein Augenblick inniger Andächtigkeit.

Diese Innigkeit vollzieht sich vor Publikum. Man kann in die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee kommen, ins Hinterhaus der St.-Johannis-Kirche in Berlin-Moabit, um Muslimen bei etwas Privatem, beim Gebet, zuzugucken. Heute kommen auf neun Gläubige dreimal so viele Zuseher. Denn dieses Private ist politisch.

Die Gründerin der Ibn-Rushd-Goeth...

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