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Eine neue Fehlerkultur

Das Büro von Stephan Kramer will nicht so recht in die Umgebung passen. Bilder, die Glanz vermitteln sollen, hängen an der Wand, von Schmidt, Kohl und Merkel, Richard von Weizsäcker, Frank-Walter Steinmeier und dem Papst, teils mit Kramer. Dessen Büro liegt in einem tristen Plattenbau an Erfurts Stadtrand, Sitz des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz. Kramer ist dessen Chef. Er spricht vorsichtig und mit ernstem Gesicht von einer „angespannten Sicherheitslage“, Rechtsextremismus und Salafismus, der Bedrohung durch „Gefährder“. Das Wort „Gefechtslage“ fällt. Der 49-jährige Reserveoffizier der Marine nutzt es gerne, es scheint, als spreche er auch über jene Faktoren, die ihn seiner Sicht nach an einer Reform des Dienstes hindern.

Als Thüringens rot-rot-grüne Landesregierung ihn En…

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