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Extrem unauffällig

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Unter dem Schlapphut: Geheimagent*in

Foto: Kristin-Lee Moolman

Olivia Forsyth kann mit ihren 60 Jahren auf ein bewegtes Leben zurückblicken. 1960 als Kind südafrikanischer Eltern in London geboren und als Zweijährige mit ihnen in die Heimat zurückgekehrt, wurde sie mit 21 vom südafrikanischen Geheimdienst als Agentin angeheuert. Unter der Karteinummer RS407 sollte sie fortan als vermeintliche Anti-Apartheids-Aktivistin ihre aufrührerischen Kommiliton*innen an der Rhodes University ausspionieren. Als sie 1985 den Auftrag hatte, in Simbabwe den African National Congress (ANC) zu infiltrieren, lief sie stattdessen zu ihm über und behauptete, Doppelagentin zu sein. Weil der ANC irgendwann Zweifel an dieser Version bekam, wurde sie 1986 in dessen Gefangenenlager und später in ein Saf…

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