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Es gibt kein Pardon

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Mehr als 34.000 Flüchtlinge haben die Grenze zum Sudan überquert

Foto: Nariman El-Mofty/AP/dpa

Vieles deutet auf eine Zeitwende hin. Sie trifft nicht allein die äthiopische Nordprovinz Tigray, sondern das Land überhaupt. Je deutlicher in der Krisenregion die Truppen der Zentralregierung von Premier Abiy Ahmed die Oberhand gewinnen, desto mehr ist damit der ethnische Föderalismus infrage gestellt. Als stärkster Parteigänger einer territorialen Ordnung, die sich vorzugsweise an ethnischen Identitäten orientiert, trat bisher die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in Erscheinung. Sie hatte 1995 maßgeblichen Anteil an der seinerzeit ausgehandelten neuen Verfassung, in der ein föderales Modell festgeschrieben wurde, das der ethnischen Pluralität Äthiopiens gerecht wurde und zuglei…

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