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Bis dass der Tod uns nicht scheidet

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In Deutschland findet die Pflege in drei von vier Fällen zu Hause statt, gut zur Hälfte allein durch Angehörige

In diesem Land gibt es Telefone, durch deren Leitung sich täglich unvorstellbare Dramen ihren Weg bahnen. Gabriele Tammen-Parr sitzt in Berlin-Kreuzberg an solch einem Apparat. Er klingelt etwa 200-mal im Monat. Erst neulich, ein betagter Mann: „Wissen Sie, eigentlich bin ich schon Witwer. Meine Frau ist zwar noch da. Aber sie sitzt da wie ein Möbelstück. Ich bin einsam. Es geht nicht mehr.“

Tammen-Parr kennt viele solcher Geschichten. Vor einigen Jahren hat sie die Diakonische Beratungsstelle „Pflege in Not“ gegründet – für pflegende Angehörige, die nicht mehr können, nicht mehr wissen, was sie tun sollen mit diesem Menschen zu Hause, der vom Ein und Alles zur Belastun…

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