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Delikanlı über alles

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Männer, die ins Leere starren: so viel sein müssen, so wenig sein dürfen

Foto: Jordis Antonia Schlösser/Ostkreuz

Seit meiner frühen Jugend bin ich großer Fan von Deutschrap. Von Kool Savas, Alpa Gun, Bushido über Haftbefehl und besonders seit Celo & Abdis Mietwagentape 2010 habe ich eine innige Beziehung zu einem Genre entwickelt, dessen Inhalten ich mittlerweile zu einem großen Teil wenig abgewinnen kann. An neuen Alben komme ich dennoch nicht vorbei. Eines dieser neueren Alben, das am 24. Oktober 2018 erschienen ist, heißt Delikanlı. Es stammt vom Rapper Mert, einem unterdurchschnittlicher Youtuber-jetzt-Rapper. Das Album ist erwartungsgemäß schlecht, aber das Wort ließ mich nicht los – es erinnert mich an meine Jugend, an Vorstellungen von Männlichkeit und die Enge, die i…

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