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„Ich hätte jemand voller Hass werden können“

Die Jüdischen Kulturtage gingen im November mit einem Abschlusskonzert in der Synagoge in der Rykestraße in Berlin-Prenzlauer Berg zu Ende. Mehrere hundert Leute sitzen auf Bänken im Saal, um die israelische Soulsängerin Ester Rada zu erleben. Deutschlands größte Synagoge wurde aufwendig illuminiert, es sei der schönste Ort, an dem sie je gespielt habe, sagt Rada während des Konzerts. „Los, kommt vor, tanzt“, ruft sie. Als Zugabe singt sie ein vertontes Gebet, da wird es wieder andächtig.

Unser Gespräch findet am Nachmittag im jüdischen Restaurant Masel Topf statt, das gegenüber der Synagoge liegt. Rada bestellt Tee und antwortet mit akzentgefärbtem Englisch.

der Freitag: Frau Rada, Sie sind in einer orthodoxen Gemeinschaft aufgewachsen – und jetzt eine weltweit gefeierte Sängerin.

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