Loading

Außerhalb der staubigen Villa

Die Dunkelheit ist das, was zuallererst auffällt. Wenig ist zu sehen, wenn wir im Haus von Chela (Ana Brun) und Chiqita (Margarita Irún) sind, dem in die Jahre gekommenen Paar, von dem der paraguayische Regisseur Marcelo Martinessi in Die Erbinnen erzählt. Überhaupt machen es die Kadrierungen von Luis Armando Arteaga dem Zuschauer nicht leicht. Der Kameramann filmt durch Türrahmen und Gefängnisgitter, ist nicht daran interessiert, mit seinen Einstellungen einen Überblick zu verschaffen. In der Dunkelheit sucht er die Nähe, zeigt die Personen in seltsamen Profilansichten und von hinten. Nein, die Bilder wollen dem Zuschauer die Welt von Die Erbinnen nicht klassisch öffnen. Vielmehr sind sie der formale Ausdruck für die Verschlossenheit, von der Marcelo Martinessi in seinem Langfilmdebüt …

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.