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Hi, Hugenotten!

Im Museum in Yad Vashem hat man sich darauf verlegt, weniger mit unvorstellbaren Zahlen zu arbeiten, und mehr mit Einzelschicksalen. Dazu gehört auch die Geschichte des Schiffes St. Louis. Philipp Ther erzählt sie nicht zufällig in seinem neuen Buch über Flucht und Migration im Europa der Moderne. Er berichtet von der Familie Dublon aus Erfurt. Ihr war es gelungen, Tickets für das Schiff zu ergattern, doch zu spät: Die Ergebnisse der Konferenz von Évian-les-Bains im Juli 1938 hatten jüdischen Flüchtlingen das Leben ernstlich erschwert. Die Menschen, die an Bord waren, hatten allerdings Visa. Mehr als eine Woche kreuzte das Schiff vergeblich vor Kuba und Florida, von den 937 Menschen an Bord konnten nur 29 in Kuba an Land gehen. Das Schiff kehrte nach Europa zurück. Wer nach England kam,…

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