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Ein furchtbar deutsches Gemüse

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Rund und glatt ist die Außenhaut, das Rot, Gelb und Grün darin vermischt sich zu einer Patina

Foto: Redeleit/Imago

Das wird ein Steckrübenwinter. Na ja, eigentlich ist es schon ein Herbst. Mich hat wieder die Obsession gepackt, mich in ein Gemüse hinein und hindurch zu kochen, es neu zu entdecken. Auf dem Balkon lagern fünf, sechs Exemplare, jedes in etwa so groß wie die Wurfgeschosse beim Kugelstoßen. Nicht so schorfig zerfurcht wie die Sellerieknolle, rund und glatt ist die Außenhaut, das Rot, Gelb und Grün darin vermischt sich zu einer Patina. Man sieht, das Gemüse hat Zeit gebraucht, um zu wachsen. Wie ein Kopf, der die ersten grauen Haare ansetzt. Kann schon sein, dass ich mich deshalb mit den Steckrüben verbunden fühle.

Es gibt immer noch Leute, die das Gemüse auf eine Übe…

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