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Brecht das ab

Als wir in der Redaktion hörten, dass das Zentrum für politische Schönheit (ZPS) das Holocaust-Mahnmal in unmittelbarer Nachbarschaft des Privathauses von Björn Höcke nachgebaut hat, mussten wir laut lachen. Der sieht ja direkt darauf! Wie sind die an das Grundstück in diesem Kaff gekommen? Irre. Die Sache wirkte wie ein kühner Streich, und das ist ja überhaupt die Art, wie man auf Aktionskunst heute primär reagiert, bei Böhmermann nicht anders als bei Philipp Ruch. Insofern hat die FAZ recht, wenn sie sich an die Satirezeitschrift Titanic erinnert fühlt, auch wenn der Vergleich kritisch gemeint ist, denn Kunst sollte mehr sein als ein aufwändiger und kühner Streich. Dieser Einwand gewinnt an Dringlichkeit, wenn es nicht um irgend etwas geht, sondern um den Holocaust, und er wird nicht …

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