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Politische Popos

Im Zentrum steht immer der Arsch: Enthusiastisch wackelt das Fett auf und ab, die Wirbelsäule schwingt wie ein Gummitwist, die Oberschenkel vibrieren im Takt. So sieht es aus, wenn getwerkt wird. Kraftvoll, sexy. Und so sehr diese Beschreibung zutreffen mag, ist sie zugleich das große Missverständnis beim Twerken: Dass es bei diesem Tanz darum geht, wie er für andere aussieht. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall.

Seit Miley Cyrus 2013 bei den MTV Awards in einem fleischfarbenen Latexhöschen ihren Po gegen den Sänger Robin Thicke twerkte, ist aber genau das passiert: Twerk ist in der popkulturellen Vermarktungsindustrie angekommen, als bestaun- oder auch begaffbares Trendphänomen. Ein Jahr später veröffentlichte die Rapperin Nicki Minaj ihr Video zum Song Anaconda, eine viereinhalbminü…

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