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Der große Provokator

Nach 500 Jahren Luther: Gibt es da noch etwas Neues zu wissen? Nun, das hängt davon ab, was man schon weiß. Auffallend ist immerhin die Beachtung der Tatsache, dass der große Reformator seine Standpunkte von Provokation zu Provokation weiterentwickelte. Das heißt: Luther wurde provoziert. Für sein umstürzendes Werk besaß er weder einen Plan B noch einen Plan A. Thomas Kaufmann, Professor für Kirchengeschichte in Göttingen, zeichnet in seiner Geschichte der Reformation in Deutschland den Weg von Disputation zu Disputation, von Leipzig bis Worms und darüber hinaus, theologisch am genauesten nach, es sind hier die Konstellationen und Konfrontationen, die den Gang der Ereignisse bestimmen.

In Leipzig war es der Ingolstädter Johannes Eck, der ihn im Wortgefecht dazu brachte, in die Nähe des …

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