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Das Werk von vier Generationen

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El Comandante in seinem Element Foto: Adalberto Roque/AFP/Getty Images

Indem wir Fidel Castro achten oder ächten, erzählen wir von uns. Vom Verhältnis zu seiner epochalen Statur und seinem karibischen Sozialismus, der sich über ein halbes Jahrhundert hinweg behauptet hat und manchmal so wirkt, als musste er ein Jahrhundert der Einsamkeit verkraften. Mit der Revolution vermochte Fidel Castro Schneisen durch auf Ewigkeiten gegründete Gefilde der Erniedrigten und Gedemütigten zu schlagen. Dass einer so unbeirrt dem Ideal der Gerechtigkeit diente, wurde gern und vorsätzlich missverstanden, als inhumane Zumutung gegeißelt, als seelenloses Experiment geächtet, als Anachronismus verschrien – Castro als „brutaler Diktator“ denunziert.

Man habe schwere Zeiten hinter sich, sagte der Coman…

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