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Haus des Lebens

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Als ihre Ehe zerbrach, zog Deborah Levy samt Töchtern in einen heruntergekommenen Wohnblock im Norden Londons

Foto: dpa

Wo hört das Private auf, ab wann verwandelt es sich in Literatur? Mit anderen Worten: Worin liegt die Faszination dieser intimen Alltagsbeobachtungen, die eine über 60 Jahre alte Autorin in ihrer Autobiografie anstellt? Weil eine der hochkonzentrierten Episoden dieses analytischen Memoirs davon erzählt, wie Deborah Levy ihre krebskranke Mutter, die nicht mehr essen oder trinken kann, mit Eis am Stiel in den Tod begleitet – genau wie man einst selbst? Weil man auch als Mann mit fast 50 ähnliche Zweifel und Ängste hegt, wenn plötzlich das Leben aus den Fugen geraten ist, und man es mit dem unabdingbaren Mörtel der Vergangenheit neu verfliesen muss? Oder weil man …

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