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Die Verzweiflung eines Isolierten

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Leibhaftig und doch digital: Dirigent Kirill Petrenko (rechts unten)

Foto: Frederike van der Straeten

Kirill Petrenko, der am Freitag die 8. Sinfonie (1943) von Dmitri Schostakowitsch mit den Berliner Philharmonikern zur Aufführung brachte, sah einen Zusammenhang zwischen diesem Werk und der Corona-Situation. Es ist einer von den Vergleichen, die man nicht missverstehen darf. Natürlich hat unsere Situation nichts mit der Angst eines Sowjetbürgers zu tun, der unter Stalins Herrschaft nicht wagt, sich anderen anzuvertrauen, selbst wenn sie zur eigenen Familie gehören. Aber die Corona geschuldeten Kontakt-Erschwernisse können es dem Orchester und seinem Chefdirigenten doch erleichtert haben, sich in die Stimmung hineinzuversetzen, in der sich der sowjetische Komponist seinerzeit be…

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