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Ihr seid alle so basic!

Wie bringt man den Social-Media-Fetisch der Authentizität auf die Bühne? Zum Beispiel so: vier Videowände, ein roter Teppich und dazwischen eine Wand. Wir sehen einen Mund, der sich bei Dunkelheit in eine Vulva verwandelt; einen Muttermund, der schwanger geht mit dem Kind des digitalen Zeitalters. Die personifizierten 80er sind seine Eltern. Sie produzieren den Heiland, die Heilandin – Alice im Wund-Air-Land. Alice soll retten, was längst verloren ist.

Im Stück sucht Moderatorin Kleidi Hum den Supervlogger. Das Publikum darf mittels einer Votingapp entscheiden, wer in die nächste Runde kommt. Wer scheitert, erlebt den Virtual-Reality-Tod, der ein ganz realer Tod ist. „Ich bin ich. Und ich ist schon mal eine Person“, meint Alice, die mit dem Rätsel des Ichseins sichtlich überfordert ist.…

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