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Das macht man eben so

Was für eine absurde Situation: Sechzehn Jahre nachdem der Schutz der Tiere als Staatsziel ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurde, demonstrieren tausend Schweinehalter für das Recht, weiterhin neugeborenen Ferkeln ohne Betäubung die Hoden aus dem Leib schneiden zu dürfen. Die Bauerndemo während der Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf im September hatte Erfolg: Am 9. November beriet der Bundestag über einen Gesetzesentwurf, der das lange geplante Verbot der betäubungslosen Kastration weiter nach hinter verschieben soll.

Verschleppungspolitik

Diese anachronistische Brutalität ist die Folge einer jahrelangen Verschleppungsstrategie von Politik und Verbänden, deren Opfer nicht nur Millionen gequälter Ferkel, sondern auch die Landwirte sind. Werden männliche Fe…

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