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Gruß und Schluss

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Illustration: der Freitag

Neulich, abends, als ich mein Fahrrad anschließe, komme ich zufällig mit meinem Nachbarn, so Mitte zwanzig, ins Gespräch. Wir wohnen beide im Hinterhaus eines 30-Parteien-Hauses in Neukölln und sind uns in den neun Monaten, die ich dort lebe, erst zweimal im Hausflur über den Weg gelaufen. Eine Gelegenheit, mich endlich mal mit Namen, und dazu gehört für mich auch ein Händeschütteln, vorzustellen. Vielleicht könnten wir uns danach ja sogar mal sonntags mit Zucker aushelfen.

Da stehe ich also, mit ausgestreckter Hand im Dunkeln unseres Innenhofes, plötzlich vor den Kopf gestoßen von der Tatsache, dass er diese Geste nicht erwidert. Er entschuldigt sich freundlich und erklärt mir, dass er Muslim sei und mir leider aus religiösen Gründen nicht die Hand geb…

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