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Kein Aufbruch, nirgends

So recht wollte bis jetzt keine Stimmung aufkommen vor dem nächsten Präsidentenvotum am 4. Dezember. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass man die potenziellen Wähler nicht zu sehr belästigen möchte. Die sind müde, haben den einjährigen Wahlkampf satt. Mobilisierungen halten sich bis dato in Grenzen. Die Plakate stehen zwar, und die ersten Talkshows laufen, aber man hat eher das Gefühl einer Ermattung statt einer Erregung. Bis vor zwei Wochen wurde alles überschattet durch den US-Wahlkampf, dem die österreichische Konstellation so unähnlich nicht war.

Die Parallelen sind offensichtlich: Auf der einen Seite steht der Ex-Parteichef der Grünen, der linksliberale Wirtschaftsprofessor Alexander Van der Bellen als Kandidat einer etablierten Mitte samt einverleibter Linker – ihm gegenübe…

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