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Europas nächstes Desaster

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„Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Italiener … und das Kolosseum gleich mit!“ Foto: Filippo Monteforte/AFP/Getty Images

Florenz hat den Euro-Kater. Dabei war man der Gemeinschaftswährung hier eigentlich weit voraus: Schon im 13. Jahrhundert prägten die Florentiner den fiorino d’oro, eine Art europäischer Leitwährung, die bis zum 16. Jahrhundert den Handel mit dem Nahen Osten und dem Rest Europas erleichterte und den Aufstieg wie die ganze Pracht Florenz’ befeuerte. Ihn tauschten und verliehen toskanische Banken in der Geburtsstunde des italienischen Kapitalismus; jede Kirche, jeder Palazzo erzählt noch davon.

Heute aber arbeitet man hier mit der rhetorischen Brechstange daran, Italien aus dem gefühlten Korsett des Nachfolgers des Fiorino, des Euro, zu befreien. Die toskanisc…

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