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„Es gibt keinen gerechten Krieg“

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„Als Journalist sollte man besser nicht in der Fankurve sitzen“ Foto: Marc Beckmann für der Freitag

Jakob Augstein: Herr Todenhöfer, sind Sie Pazifist?

Jürgen Todenhöfer: Ich bin im Zweifelsfall immer für Frieden. Es gibt keine gerechten Kriege und es gibt keine sinnvollen Kriege. Und ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe viele Konflikte hautnah miterlebt, in Afghanistan, im Irak, in Syrien. Eines habe ich mir auferlegt: Immer, wenn ich in Kriegsgebiete reise, gehe ich in Krankenhäuser. Ich kann nur jeden, der in diesen Kriegen einen Sinn sieht, dazu auffordern, einmal in ein solches Krankenhaus zu gehen. Und zu sehen, wie junge Soldaten sterben. Frauen, Kinder und alte Leute sterben zu sehen. Wenn man dieses Leiden sieht, dann klingen die Sätze aus der Politik und aus der Pub...

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