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Das Versprechen

„Den O-Platz gibt es nicht mehr,“ sagt die Frau am Telefon, und auch die Bewegung um den O-Platz gebe es nicht mehr. Wir hatten gefragt, was mit den Menschen geschehen ist, die einmal auf dem Oranienplatz campierten, um für das Recht auf Asyl zu kämpfen. Was aus den Helfern und Unterstützern wurde. Nur möchte die Frau nichts sagen, ständig riefen Medienvertreter in der Kreuzberger Beratungsstelle an, „aber niemand berichtet, was los ist“.

Doch den Oranienplatz gibt es noch. Leer ist er, der nahe Winter spiegelt seine Farben in der Kleidung der Passanten. Schwarz und grau in dicken Schichten, gelegentlich gestricktes Rot. Hunde tun, was sie am besten können: Bellen und Kacken. Man kann das beobachten, während man auf dem Weg zum Café direkt am Platz ist, um Viola Förster und Jürgen Hölzi…

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