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1946: Rasende Priester

Velosolex – nein, das hat weder etwas mit Sex noch mit Rolex-Luxusuhren zu tun. Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs begannen französische Ingenieure, an einem preisgünstigen Fahrrad mit Kleinmotor zu basteln. Sie erfanden einen Zweitaktmotor mit knapp 40 Kubikzentimetern Hubraum und einer Leistung von 0,4 PS beziehungsweise 35 Stundenkilometern auf ebener Strecke. Ende 1946, vor 70 Jahren, gingen die Tüftler in Courbevoie in die Serienproduktion. Der Ort lag direkt am linken Seineufer, 23 Kilometer westlich von Paris. Die staatliche Zulassung erfolgte unter der Bezeichnung „Fahrrad mit Reservemotor“. In Frankreich heißt das Gerät seitdem „le Vélosolex“, im Saarland „der Velosolex“, im übrigen deutschen Sprachraum freilich trifft man meistens auf die Bezeichnung „das Velosolex“, selt…

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