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Ende der Illusionen

Heike Sandberg verliert langsam die Geduld. Die Pianistin und Sängerin zeigt grundsätzlich Verständnis für die politischen Bemühungen, die Coronapandemie mit Kontaktbeschränkungen einzudämmen. Dass die für den November (und vermutlich darüber hinaus) dekretierten Schutzmaßnahmen aber vorrangig die Kreativbranche und Gastronomie treffen, hält sie für eine „sehr einseitige Politik“. Sandberg, die in Wirklichkeit anders heißt, hat seit Beginn der Coronakrise nicht mehr auf der Bühne gestanden. Auf die Konzerteinkünfte ist sie dringend angewiesen. Mit ihrer Band hat sie zwar ein halbes Dutzend CDs veröffentlicht, doch von den sinkenden Verkäufen können nur noch wenige Musikerinnen leben. Ähnlich wie Bücher, so Sandberg, seien Alben heute vor allem „ein Werbeinstrument für öffentliche Auftri…

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