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Denkmalen als Dotopie

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Als Bildhintergrund zum Angeben in rechten Netzwerken hätte sich die Tribüne so nicht mehr geeignet

Foto: Stefan Hippeln/Nürnberger Nachrichten

Zumeist sind es Touristen auf Sightseeingtour, die, mal geheimniskrämerisch-verlegen, mal in ausgelassener Ausflugsstimmung diejenige Stelle des monumentalen Bauwerks erklimmen, von der herab Adolf Hitler einst seine Hetzreden schmetterte. Eine steinerne Kanzel, über der bis 1945 ein meterhohes vergoldetes Hakenkreuz glänzte. Es ist der Täterort, an dem die Nationalsozialisten ihre Reichsparteitage abhielten, und zugleich eine der meistbesuchten Attraktionen, die Nürnberg zu bieten hat: Die 360 Meter lange Zeppelintribüne vor dem Aufmarschplatz, der größer als zwölf Fußballfelder ist und Raum für über 300.000 Menschen bot.

Diese Hitler-Tr…

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