Loading

Warten

placeholder article image

Foto: Martin Parr/Magnum Photos/Agentur Focus

A

Alltag Ständig müssen wir warten – auf den Bus oder die Bahn, bei der Ärztin und an der Supermarktkasse. Obgleich dieser Zustand omnipräsent ist, wird er gerne verdrängt und vergessen. Das mag durchaus verwundern, denn das Warten gehört nicht nur zum Alltag dazu, sondern es reicht weit über das Alltägliche hinaus:

Wie wir warten, ist ein Taschenspiegel der Verhältnisse, in denen wir leben. Auf was dürfen wir hoffen? Wann warten wir freiwillig ab? Und von wem werden wir dazu gezwungen? Im Warten offenbaren sich nicht nur unsere Bedürfnisse und Wünsche (Hoffnung), sondern auch die Zwänge, die uns umgeben. Menschen halten andere hin, um ihre Überlegenheit zu demonstrieren (Macht), Geflüchtete harren zu Hunderten in Zeltlagern aus, a…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z