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Gegengewalt

Ein Galgen steht in der Eingangshalle des Frankfurter Museums für Moderne Kunst. Oder ist es vielleicht doch eine Kinderschaukel? Meterhoch der silbern lackierte Balken, drei Reifen an Metallketten baumeln herunter, sonst ist der weite Raum leer. Kalt, bedrohlich, abstoßend wirkt das Publyck Sculpture genannte Gerüst. So funktioniert die Kunst von Cady Noland, geboren 1956, Tochter des amerikanischen Malers Kenneth Noland: Aus Alltagsgegenständen baut sie angsteinflößende Installationen, schafft sie Bilder der Gewalt und der Ausgrenzung. Gedeutet werden sie als Metaphern für das Scheitern des amerikanischen Traums. Als „empathielos wie ein Psychopath“ hat Noland selbst die Gesellschaft, in der sie aufwuchs und bis heute lebt, einmal in einem Aufsatz beschrieben.

Platz für Neues

Das komp…

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